Darf ein Freelancer Urlaub machen?


„Meine Kunden erwarten, dass ich immer ansprechbar bin“, höre ich oft von freischaffenden Kollegen.

Freelancer sind „ihr eigener Chef“ – und ein Chef, der keinen Urlaub gewährt, ist ein schlechter Chef. Urlaub ist immerhin dem Gesetzgeber so wichtig, dass es ein eigenes Bundesurlaubsgesetz (BurlG) und – natürlich – EU-Richtlinien dafür gibt. Wenn schon jeder Arbeitnehmer Erholung braucht, kann es dann sein, dass wir Selbständigen uns diese Erholung versagen? Müssen wir nicht erst recht immer unsere beste Leistung erbringen können?

Es gibt im Leben wohl jedes Freelancers Phasen, in denen er auf Erholung verzichten muss. Sei es durch Aufbauarbeit, finanzielle Engpässe oder termingebundene Projekte. In diesen Zeiten leben wir von der Energie in unserer vollen „Batterie“. Dieser Energievorrat ist nicht endlos. Die Batterie muss wieder geladen werden, bevor sie zusammenbricht. Sonst ist es zu spät.

Zudem: wem ist es noch nie passiert, dass sich schwierige Themen mit etwas Abstand leichter bearbeiten ließen? Den Kopf wieder freizubekommen, neue Eindrücke aufzunehmen und, ja, auch sich selbst einmal wieder als „Mensch“ wahrzunehmen, nicht nur als Wirtschaftsfaktor – all dies sind auch Investition in unsere wirtschaftliche Zukunft.    

Wenn wir nach dem Urlaub voller neuer Energie in den Markt gehen, tun wir damit unseren Kunden und uns selbst einen Gefallen. Und so kann eine kleine Auszeit zur berühmten win-win-Situation werden.


Allen Kolleginnen und Kollegen einen schönen Urlaub mit gutem Gewissen!


Ihr / Euer

Martin Holl  (Martin Holl  Beratung.Coaching.Begleitung)


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