Aufraffen statt hinlegen


Wie schön gemütlich ist es bei mir zuhause auf dem Sofa. Es ist warm, kuschelig und so richtig gemütlich. Etwas Leckeres zu trinken habe ich im Kühlschrank bereits kalt gestellt. Ein wunderbarer Abend stünde mir bevor, wenn ich mich nicht verpflichtet hätte, zwei Mal in der Woche laufen zu gehen. Die letzten drei  Tage hatte ich keine Zeit. Heute Abend habe ich keine Lust. Aber eigentlich wäre es mein Lauftag, sagt mir ganz leise meine innere Stimme. Ich gehe zum Kühlschrank und kehre kurz vorher wieder um. Verdammt. Was hält mich ab, meine Joggingsachen anzuziehen? Ich setze mich noch einmal hin. Der Krimi im Fernsehen war auch schon mal spannender, denke ich griesgrämig. Meine gute Laune ist verflogen. Unwillig ziehe ich im Zeitlupentempo meine Sportsachen an. Die ersten Schritte auf dem Asphalt fallen mir schwer. Meine Beine fühlen sich bleiern und müde an. Ich reiße mich zusammen und laufe Richtung Park. Ich atme die frische Luft  und meine Lungen füllen sich. Nach 5 Minuten sind meine Schritte leicht und federnd. Ich denke an den morgigen Tag und sofort kommt mir eine neue Idee zu einem wichtigen neuen Projekt. Ich bin stolz darauf mich überwunden zu haben. Mein Körper und mein Kopf danken es mir. Warum spüre ich immer erst im Nachherein, wie glücklich es mich macht, mich selber zu überwinden.
 
Überwinden heißt etwas tun, trotz eigener Widerstände. Diese können sich richten gegen Anstrengung, Neues, Ungewohntes, Risikoreiches  und vieles mehr. Nehmen Sie sich Zeit und legen Sie eine Liste mit ihren Widerständen an. Wer oder was hindert Sie daran das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.
 
Heidi Prochaska
(Beratung und Coaching - www.aendere-dich.de)


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