Fluch und Segen von Abkürzungen



„Zeit ist Geld“, sagen der Volksmund und viele Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Trotz meinem Bedürfnis mich korrekt, freundlich und verständlich auszudrücken, will ich schnell fertig werden. Dazu nutze ich Abkürzungen oder werde mit Kürzeln konfrontiert. Wenn E-Mails im Minutentakt auf meinem Computer landen, reagiere ich zügig und fasse mich kurz. Auch meine schriftlichen Kommunikationspartner gehören zur schnellen Truppe und reagieren manches Mal mit Ein-Wort-Sätzen.

„Wilco“ stand letztens als Antwort in einer E-Mail. Ich war irritiert. „Wilco“, was bedeutet dieses Wort? Meine Synapsen suchten hoffnungslos nach einer bekannten Verbindung? Hat es irgendetwas mit dem Wort „Willkommen“ zu tun? Ist es eine leicht ironische Aufforderung, die bedeutet: „Willkommen im Club, endlich hast du es verstanden…“. Ich spürte erste Anzeichen einer Adrenalinausschüttung sowie Ärger, Unverständnis und Zweifel. Vielleicht hatte ich mich mal wieder zu sehr eingemischt und dieses „Wilco“ war eine mögliche Retourkutsche.

Was ist zu tun? Ich atmete aus und schob meine ganzen Bewertungsansätze zur Seite. In einer Antwort-Mail blieb ich sachlich und fragte nach, ob ich statt einem Wort eine kurze Erklärung bekommen könnte.

Diese ließ nicht lange auf sich warten. Meine Kontaktperson war früher Pilot. Im Sprechfunk des Flugfunkdienstes ist „Wilco“ eine übliche Abkürzung für: „I understood your message and will comply with it“. Ich war mal wieder überrascht wie schnell Gedanken und Bewertungen in eine völlig andere Richtung abdriften können, durch unverständliche Antworten. Und – wie schnell die Welt wieder in Ordnung gebracht werden kann.

Heidi Prochaska www.aendere-dich.de

 

Kolumne – Bilanzfrisur

Große Freude kommt bei mir als Unternehmer immer dann auf, wenn ein neuer Monat oder gar ein neues Jahr anbricht. Der neue Zeitabschnitt ist noch ganz frisch und ich bin optimistisch, was ich alles in dieser Periode werde erreichen können.

Ein paar Wochen später kommt dann die Ernüchterung, dass ein Projekt gestoppt wurde, andere Pläne nicht realisiert werden können oder ein Kunde gerade andere Prioritäten hat und abspringen muss. Ersatz für die Aufträge muss erst akquiriert werden und das gelingt selten binnen eines Monats.

Das kann einem ganz schön die Bilanz verhageln, weil die laufenden Kosten ja weiterlaufen und auch Steuern wie Abgaben bezahlt werden müssen. Auch die Akquise kostet Geld, das in den meisten Fällen nicht sofort zurückfließen wird. Da könnte man doch leicht versucht sein, seine Firmenbilanz ein wenig gerade zu rücken. Positionen aus guten Monaten in weniger optimale zu verschieben oder Kurven zu zeichnen, die stetig aufwärts zeigen, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Solange man das nur für sich selbst macht, ist es nur ein hoffnungsloser Selbstbetrug. Fügt man solche geglätteten Datenreihen in sein eigenes Marketing ein und gibt die Zahlen dann an Kunden weiter, kann die Sache brenzlig werden. Da muss noch nicht einmal die Steuerfahndung Wind von bekommen.

Bleiben Sie bei den korrekten Zahlen, auch bei Rückschlägen, auch in schlechten Monaten. Gewinnen Sie aus den realen Zahlen die Kraft und die Einsicht, die folgenden Zeitabschnitte besser zu gestalten. Das wünsche ich Ihnen

Dieter E. Gellermann

www.d-e-g.de

Neuerscheinung November 2013

Unternehmenserfolg und Gelassenheit: Profitieren Sie von der Wissenskompetenz von 16 Selbstständigen/Freiberuflern und Unternehmern

Diethelm Boldt (Herausgeber)

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Buchcover Unternehmenserfolg und Gelassenheit

Sie erhalten dieses Buch für 14,90 € direkt unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Christiane Leimbach

Jüdisch-christliche Kurzgeschichten und Weisheiten

Lassen Sie sich durch faszinierende Kurzgeschichten über das Jüdische Viertel, die Reise von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche durchs Regierungsviertel bis zur ehemaligen Neuen Synagoge führen.

Buchflyer Christiane Leimbach


Erfolgsfaktor Mensch im Beruf: Profitieren Sie von der Wissenskompetenz von 19 Selbstständigen/Freiberuflern und Unternehmern [Broschiert]

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 buch-cover-erfolgsfaktor_mensch-27-10-11.jpgbuch-cover-erfolgsfaktor_mensch-27-10-11.pdf pdf. Inhaltsverzeichnis

Sie erhalten dieses Buch für 17,90 € direkt unter:  http://www.amazon.de/dp/3766496875

Petra Kahle, Diethelm Boldt:
Mehr Geschäftserfolg durch Dienstleister 

BuchCover.jpg  erschienen im abc-Buchverlag, Tübingen, ISBN 978-3-938453-19-2
Das Buch ist für 19,90 € erhältlich.  
Bestellungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf den Veranstaltungen.
Download Flyer Jubiläumsveranstaltungen und Buchbeschreibung ->  10JahreFL_FlyerA4.pdf pdf (270 KB)

 

 

Der Papalagi. Ein Südseehäuptling erlebt unsere Zivilisation [Taschenbuch]

http://www.amazon.de/dp/3122610205

Der Papalagi beschreibt auf sehr einfühlsame Art und Weise die Diskrepanz zwischen Moderne und Antike. Am Ende des Tages jedoch auch die Schönheit von Ying & Yang und somit eine Art Happy End. Mit hat diese Buch sehr gut gefallen, es ist einfach zu lesen, amüsant regt jedoch auch zum Nachdenken an!

***** Oliver Kröner / http://blog.burnout-recovery360.de

 

Stephen R. Covey: Die sieben Wege zur Effektivität

Ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens. 
Es gibt wohl kaum ein Buch, welches Literatur, Seminare und dann auch die Menschen in den Bereichen Arbeitstechniken, Zeitmanagement und Lebensqualität mehr verändert hat als dieser inzwischen über 10 Millionen mal verkaufte Bestseller. Der Initiator des Begriffs Paradigmenwechsels (ein von Covey gewählter Begriff zur Bezeichnung einer Veränderung in der Art und Weise, wie wir die Welt sehen und interpretieren) verändert Ihre Sicht und Handlungsweise in Bezug auf Produktivität, Zeit-Management, Positives Denken, die Entwicklung Ihrer proaktiven Fähigkeiten (agieren anstatt reagieren). 

Erschienen im Jahr 2000, Heyne Verlag. Empfohlen von Gerhard Gieschen.
 

Ulrike Felger: Den richtigen Ton treffen

Praktische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Trainer und Berater
Für Freiberufler, Trainer und Berater ist eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unerlässlich. Schlecht geplante oder halbherzig durchgeführte Kommunikationsaktivitäten erweisen sich aber leicht als Bumerang für die eigene Reputation. Ulrike Felger erläutert die Regeln für eine erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Wer sie anwendet, hat gegenüber seinen Konkurrenten schon einen ersten Vorsprung im Wettbewerb um die Gunst von Journalisten und potenziellen Kunden. Unbedingt lesenswert für jeden, der sich mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen möchte oder muss. 
Erschienen 2006 im ABC Buchverlag. Empfohlen von Gerhard Gieschen.

Bernhard Kuntz: Die Katze im Sack verkaufen – Wie Sie Bildung und Beratung mit System vermarkten

Jeder, der eine Leistung verkauft, die sich nicht anfassen, testen und zurückgeben lässt, sollte dieses Buch lesen und seine Tipps in die Praxis umsetzen. Bernhard Kuntz erläutert, wie der Marketing- und Verkaufsprozess abläuft und zeigt auf, wie Sie Kaufentscheidungen bei Ihren Kunden gezielt und effizient für sich beeinflussen können. 
Erschienen 2005 im Managerseminare Verlag. Empfohlen von Gerhard Gieschen.

Tom Peters: Servicemanagement

Wer nicht auf den Preis setzen kann, muss den richtigen Service bieten. Tom Peters zeigt, wie Sie Ihre Arbeit, Ihre Abteilung oder gar Ihr ganzes Unternehmen in einen hoch qualifizierten, kundenorientierten Dienstleister verwandeln können. Und dabei stellt er drei Punkte in den Mittelpunkt, die heute leider immer mehr ins Hintertreffen geraten: Leidenschaft, Begeisterung und Spaß. 
Erschienen 2001 im Econ Verlag. Empfohlen von Gerhard Gieschen.

Manuela Dollinger: Wissen wirksam weitergeben

Was wäre, wenn Sie Ihre Informationen leichert und vor allem wirksamer an Ihre Kunden, Mitarbeitern, Kollegen und andere Zuhörer geben könnten? Würde Ihnen gefallen? Dann finden Sie hier eine wertvolle Tool-Box mit vielen praxiserprobten Tipps und Checklisten. Falls Sie für Seminarleiter, Trainer und Redner ein Muss.
Erschienen 2003 im Verlag Orell Fuessli. Empfohlen von Gerhard Gieschen.

Barbara Schäfer-Ernst: Geschickt kommunizieren

Wie mache ich Small-Talk. Leicht verständlich erklärt. Hilfreich in der Anwendung. Die vielen kleinen Dinge, die einem niemand sagt. Aber die entscheiden können. Über die Einstellung, die Beförderung, ein gutes Gespräch, einen neuen Kontakt...
Erschienen 2002 im Verlag Walhalla U. Praetoria. Empfohlen von Gerhard Gieschen.
 

Lob für heiße Luft

Wie jedes Kind versucht auch Kati ihre Mutter zu beruhigen, wenn ihre Noten nicht den elterlichen Vorstellungen entsprechen. Sie beteuert ab sofort jeden Tag zwei Stunden Vokabeln zu pauken und am Ende des Jahres mindestens ein „GUT“ im Zeugnis zu haben. Die Mutter ist begeistert und lobt Kati überschwänglich. Am Abend wird der Vater mit der frohen Botschaft konfrontiert. Auch er schätzt und lobt die im Vorfeld versprochenen Bemühungen. Mit dieser Strategie kommt Kati relativ weit. Die Noten sind zwar weiter miserabel, doch ihre Beschwichtigungstaktik funktioniert immer wieder. Die raffiniert vorgetragenen Versprechungen reichen aus, um die Eltern zu beruhigen und sie über weitere schlechte Noten hinweg zu trösten. Eingelöst hat Kati ihre Zusicherungen übrigens nie. Irgendwie war das nicht nötig.

30 Jahre später: Aus der kleinen Kati wird Katrin, eine selbstbewusste, clevere Frau, die ein eigenes, kleines Unternehmen führt. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Menschen von ihrem Engagement zu überzeugen, gewinnt sie schnell Kunden – und verliert sie wieder. Sie intensiviert ihre Akquisetätigkeiten und verspricht immer mehr Leistung. Wiederholt macht sie Zugeständnisse, die sie nicht halten kann, aber die Kunden begeistern. Zugleich setzt sie damit ihre Mitarbeiter unter enormen Druck. Daraufhin kündigt ihre beste Fachkraft.

Es ist wie verhext. Verzweifelt sucht sie die Gründe für Ihr Scheitern beim Wettbewerb, den Lieferanten und der generellen wirtschaftlichen Situation. Schließlich vermutet sie sogar eine gezielte Kampagne ihrer Mitbewerber.

Nur der wachsende finanzielle Druck zwingt sie dazu hinzuschauen. Was geht hier wirklich vor, was ist die Ursache und was das Problem? Sie holt sich Hilfe von außen. Es dauert trotzdem sehr lange, ehe sie begreift, dass ihre Versprechungen ohne anschließende Leistung einen selbstzerstörerischen Kreislauf in Gang setzen, aus dem sie aussteigen muss.

Ihre aktuelle Aufgabe lautet: Sei verlässlich und erzähle erst von Dingen, wenn du sie getan hast – niemals vorher. Und überrasche deine Kunden, indem du etwas früher als geplant lieferst. Diese Übung ist hart, denn das gegenteilige Verhalten hat sie über Jahrzehnte eingeübt. Manchmal erwischt sie sich dabei, wie sie wieder nach schnell verdienter Anerkennung giert. Die verordnete Sofortmaßnahme heißt dann: drei Mal lang ausatmen und sich stoppen, statt mit altem Verhalten unreflektiert weiterzumachen.

Heidi Prochaska www.aendere-dich.de

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